Tipps vom Pro – Teil IV: Iain Gold empfiehlt den Winter zu nutzen

- Von Horst Huber - 

Teaching Pro in Brunnthal - Iain Gold. Fotos: Horst Huber

Teaching Pro in Brunnthal – Iain Gold. Fotos: Horst Huber

Der Herbst ist vorbei und auf den meisten Plätzen sind die Wintergrüns schon kurz gemäht. Zeit also, sich Gedanken über die vergangene Saison zu machen und zu überlegen wie der lange Winter überbrückt werden soll. Was waren die Stärken, aber auch, welche Schwächen der vergangenen Saison müssen behoben werden. Zeit für eine Schwungumstellung? Wenn nicht jetzt, wann dann? Jeder weiß, wie viele Tage schlechtes Spiel eine Umstellung unter der Saison bedeuten kann.

Iain Gold, seit 13 Jahren auf der GolfRange Brunnthal erfolgreich tätig – vorher acht Jahre in Bad Griesbach – hat einige Tipps für die Wintersaison parat. Der 45-jährige rothaarige schottische Pro – vom Typ her könnte er jederzeit für einen schottischen Whiskey werben – betreut in Brunnthal eine Reihe von Golfern, die von seiner Fehleranalyse und anschließender Hilfe begeistert sind.

Das kleine weiße Kästchen im Hintergrund ist das Radar-System.

Das kleine weiße Kästchen im Hintergrund ist das Radar-System.

War es der eine oder andere Putt, der im Sommer nicht fiel? Das lässt sich daheim auf dem Wohnzimmerteppich – so schlägt Iain Gold vor – hervorragend üben. Hier kann in aller Ruhe der Griff kontrolliert werden, der Stand und der Abstand zum Ball. Wenn man dann puttet, sollte kontrolliert werden, ob die Startrichtung des Putts mit der Ausrichtung übereinstimmt. Auch die Beweglichkeit der Hüften lässt sich erhalten oder verbessern. Einfach einen Schläger schulterbreit in beide Hände vor die Brust nehmen, leicht in die Hocke gehen und die Spannung in den Beinen halten, während man sich hin und her dreht. Gut für die Schultergelenke ist es, einen Schläger abwechselnd links oder rechts mit ausgestrecktem Arm in die Hand nehmen und das Handgelenk kräftig ebenfalls hin und her drehen. Den vollen Schwung sollte man allerdings im Wohnzimmer nicht unbedingt üben, denn ein neuer Fernseher ist zu teuer.

Das sollte auf der Driving Range oder einer Indoor-Anlage erfolgen. Während auf der Driving Range kontrolliert werden kann, ob der Schlag gut war, ist das auf einer Indoor-Anlage, wenn ins Netz geschlagen wird, kaum möglich. Hier empfiehlt sich ein FlightScope oder Trackman  – mittlerweile von vielen Profis genützt. Dieses Doppler-Radar-System zeigt die wichtigsten Daten über Schlägerbewegung und Ballflug, so dass es für den Pro möglich ist, Tipps zur Fehlerbehebung zu geben.

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So vorbereitet kann auch eine Golf-Winterreise in sonnigere Gefilde angetreten werden. Da hält sich dann auch mit Sicherheit der Frust über schlechtes Spiel nach wochenlanger Golf-Abstinenz in Grenzen. Ja, und noch etwas, lange Winterabende müssen nicht unbedingt vor dem Fernseher verbracht werden – auch die Lektüre der Golfregeln kann durchaus spannend sein. Und regelfeste Golfer wissen, dass die Regeln den Spieler nicht nur bestrafen sollen, sondern oft sogar helfen.